KFZ-Bewegungen an den Toren des Forschungszentrums (Querschnittszählung)
Wieviele KFZ fahren jeden Tag in das Forschungszentrum Jülich hinein, wieviele hinaus?
Die Frage wurde in der Vergangenheit nur durch grobe Schätzungen anhand der Mitarbeiterzahlen beantwortet. Eine Aufschlüsselung solcher Schätzungen in Personenverkehr und Güterverkehr war praktisch unmöglich.
Gerade bei großen Projekten, bei denen eine Umweltverträglichkeitsprüfung gefordert wird, spielt die Frage der zusätzlichen Verkehrsbelastung durch LKW und PKW während der Bauphase und später im Betrieb eine wichtige Rolle.
Erstmals wurden daher von August bis Oktober 2004 die ein- und ausfahrenden Fahrzeuge an zwei Werktagen, einem Samstag, einem Sonntag und einem Ferienwerktag an den drei für den Kraftfahrzeugverkehr geöffneten Toren
Haupttor, Hambacher Tor und Daubenrather Tor erfasst. Dabei erfolgte die Zählung während der gesamten Toröffnungszeiten.
Die systematische Erfassung der Kraftfahrzeugbewegungen nach sechs
Kraftfahrzeugarten (Nr. 2 bis 7) erfolgte analog amtlicher Verkehrszählungen. So können die erfassten Daten mit dem Verkehrsaufkommen auf den umliegenden öffentlichen Straßen verwendet werden.
An Werktagen (außerhalb der Ferienzeiten) wurden im Forschungszentrum insgesamt ca. 7.500 ein-/ausfahrende KFZ (Personen- und Güter-/Schwerlastverkehr gezählt. Der Anteil des Personverkehrs (KFZ) beträgt dabei ca. 96 %.
Während der Schulferien sinkt der Gesamtverkehr um ca. 13 % auf etwa 6.500 KFZ. Die Verhältnisse von Personen- zu Güter-/Schwerlastverkehr sind dabei ähnlich wie außerhalb der Ferien (ca. 97 % Personenverkehr).
Ein deutlicher Rückgang der Verkehrszahlen ist erwartungsgemäß an Samstagen (668, davon 639 KFZ als Personenverkehr) und Sonntagen (231) zu beobachten.
Während an Samstagen noch mit Güter-/Schwerverkehr in einer Größenordnung von 4 % des Gesamtverkehrs zu rechnen ist, wenn auch nicht Lastkraftwagen (Fahrzeugart 6) und Lastzüge (Fahrzeugart 7), entfällt der Güter-/Schwerverkehr an Sonntagen.
Interessant ist auch die Verteilung des Verkehrs auf die drei Tore (
Der Anteil des über das Haupttores abgewickelten Güter- und Schwerlastverkehrs ist mit 77 % der KFZ an Normalwerktagen und 87 % an Ferienwerktagen noch größer. Der Anteil des Hambacher Tors liegt hier bei 28 % (Normalwerktage) und bei 25 % (Ferienwerktag). Güter- und Schwerlastverkehr spielt am Daubenrather Tor mit maximal 1,5 % des gesamten Güter-/Schwerlastverkehr des FZJ praktisch keine Rolle.
Während der Güter-/Schwerverkehr am Haupttor ca. 4 bis 5 % des dortigen Gesamtverkehrs (Normalwochentage, Normalsamstage) ausmacht, sinkt dieser Anteil auf unter 1 % am Daubenrather Tor bzw. auf ca. 3 % am Hambacher Tor.
Der Anteil der Motorräder, Motorroller etc. am Personenverkehr liegt an allen Tagen zwischen 1 und 2 %.
Der Bericht "Verkehrszählung 2004 im Forschungszentrum Jülich" kann auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.
Über JUWEL, den Volltextserver des Forschungszentrums Jülich, ist der Bericht als PDF-Datei (ca. 2 MB) auch
Ansprechpartner bei Fragen zur Verkehrszählung:
Burkhard Heuel-Fabianek
letzte Änderung 26.02.2007 | Burkhard Heuel-Fabianek | Ausdrucken
