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5. JARA-FIT Ferienpraktikum Nanoelektronik
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V1/V2:
Herstellung und elektrische Charakterisierung eines Si-Bauelementes
Betreuer: J. Moers,
Q. Zhao
Der Laborversuch alternative MOS-Kapazitäten beschäftigt sich mit der Herstellung und Charakterisierung
von MOS-Kapazitäten mit alternativen Isolatoren. Die Weiterentwicklung der MOSFETs erfordert den Einsatz
neuer, optimierter Materialien und deren Charakterisierung. Ein solches neue Materialgruppe sind die
high-k Isolatoren, ein prominentes Mitglied dieser Gruppe ist HfO2. Während des Versuches werden im Reinraum
des IBN vollständige MOS-Kapazitäten mit unterschiedlich dicken HfO2-Schichten mittels den Methoden der
Halbleitertechnologie hergestellt und elektrisch charakterisiert. Ziel ist die Bestimmung des k-Wertes
des Materials und der Qualität des Interfaces zwischen high-k und dem Silizium.
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V3:
Nanocontact Printing
Betreuer: S.Meffert
Es ist Ziel des Laborversuchs V3 Nanocontact Printing eine
Einführung in die Weiche Lithographie zu geben. Als Weiche
Lithographie bezeichnet man alle Methoden bei denen für die
Herstellung oder Abformung von Strukturen auf Oberflächen
elastische Stempel oder Masken verwendet werden. Nanocontact Printing
ist eine dieser Methoden, bei der Molekülstrukturen im
Nanometerbereich durch ein Druckverfahren von einer
Stempeloberfläche auf die Oberfläche einer zu modifizierenden
Probe übertragen werden. Durch das Drucken von geeigneten
Proteinmustern auf Oberflächen, können diese beispielweise
für das gerichtete Auswachsen von (Nerven-) Zellen auf
Chipoberflächen genutzt werden. Während des Versuches werden
alle kritischen Prozeßschritte bei dem Drucken von kleinen
Proteinstrukturen erläutert und selber ausgeführt. Dies
beinhaltet das Herstellen der Stempel mit Strukturgrößen bis
75nm, das Drucken von unterschiedlichen Proteinen auf Si-Wafer und die
Analyse der Qualität der übertragenen Proteinmuster.
Abschließend wird das Ausrichten von Nervenzellen auf den
Proteinmustern mit Hilfe der Rasterelektronenmikroskopie untersucht.
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V4:
Quantentransport in Halbleiter-Nanostrukturen
Betreuer: Th. Schaepers
Der Versuch "Transport in Nanostrukturen" wird in einem He-3 Kryostaten
durchgeführt, welcher es erlaubt Messungen bei Temperaturen von
weniger als einem Kelvin durchzuführen. Mit Hilfe von elektrischen
Transportmessungen bei tiefen Temperaturen können Informationen
über Quantenzustände und Streuprozesse in
Halbleiternanostrukturen gewonnen werden. Der Kryostat ist zudem mit
einem supraleitenden 10 T Magneten ausgestattet, der es
ermöglicht, die Transporteigenschaften in Abhängigkeit vom
Magnetfeld zu studieren. Im Verlauf des Versuchs wird die Arbeitsweise
des He-3 Kryostaten erläutert. Die Studenten haben Gelegenheit,
eine Probe in den Kryostaten einzuschleusen und diese abzukühlen.
Anschließend werden elektrische Transportmessungen an
Halbleiternanostrukturen bei unterschiedlichen Temperaturen und
Magnefeldern durchgeführt.
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V5:
Spintranport in magnetischen Nanostrukturen
Betreuer: D. Bürgler
Im Laborversuch Spintransport in magnetischen
Nanostrukturen wird der spinabhängige elektrische Transport in magnetischen
Nanostrukturen untersucht. Dabei stehen zwei Effekte im Vordergrund: (1) Der
Riesenmagnetowiderstandeseffekt (GMR) beschreibt den Einfluss der
Magnetisierungsausrichtung in magnetischen Multilagen auf den elektrischen
Widerstand. (2) Der Übertrag von Spinmoment von einer magnetischen Schicht zur
nächsten durch einen spin-polarisierten Strom erzeugt ein Drehmoment auf die
Magnetisierung der zweiten Schicht, die auf diese Weise umgeklappt oder zu
hochfrequenten Oszillationen angeregt werden kann. Die Experimente finden an
metallischen Nanosäulen mit Fe/Ag/Fe Schichtabfolge statt. Der
Säulendurchmesser beträgt 70 nm bei einer Höhe von rund 100 nm. Die Studenten
weisen an einem Tieftemperatur-Messplatz das strom-induzierte magnetische
Schalten sowie auch die Anregung von magnetischen Oszillationen im GHz-Bereich
nach.
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V6: Nichtflüchtige
Speicherkonzepte
Betreuer: R. Dittmann
Dieser Versuch ist Teil aktueller Forschungsarbeiten in denen neue Materialien für nichtflüchtige Arbeitsspeicher und Massenspeichermedien untersucht werden, die in Zukunft herkömmliche CMOS Technologie ersetzen sollen. Im Gegensatz zum ladungsbasierten DRAM nehmen die neuen Speicherzellen unterschiedliche elektrische Widerstände an, die dann als "0" oder "1" interpretiert werden. Darüber hinaus sind auch Zwischenzustände möglich, die die Speicherung von mehr als einem Bit pro Speicherzelle ermöglichen werden. Da sich diese Speicherzellen bis auf wenige Nanometer verkleinern lassen, können enorme Speicherdichten mit sehr schnellen Ansprechzeiten erreicht werden.
In diesem Versuch werden sämtliche Teilschritte zur Herstellung eines Speicherbits durchlaufen. Dazu gehört die Herstellung dünner Oxidschichten mittels Pulsed Laser Deposition
(PLD), die Strukturierung der Bauelemente im Reinraum und die anschließende elektrische Charakterisierung.
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V7: Zell-Chip Kopplung bioelektronischer Hybride
Betreuer:
B. Wolfrum
In diesem Versuch werden die Grundlagen und Testexperimente zur
elektronischen Kopplung elektrisch aktiver Zellen an mikroelektronische
Bauelemente erarbeitet. Dieser Versuch bedeutet den Einstieg in die
Fragestellung der elektronischen Kopplung an der fest-flüssig Grenzfläche. Es
werden theoretische Grundlagen zur Anbindung von lebender Materie -
Ladungsträger sind hier geladene Ionen wie Na+, K+ und Cl- - an
Metallgrenzflächen - Ladungsträger sind hier Elektronen - vermittelt. Im
Experiment werden elektrische Signale individueller Zellen eines Zellverbands
mit Mikroelektroden-Chips untersucht. Die zu untersuchenden Signale stammen von
Zellen einer Herzmuskelzelllinie, welche auf den Mikroelektrodenchips in Kultur
gehalten werden. Außerdem erhalten die Studenten eine Einführung in die
Elektrophysiologie (patch clamp Technik) der Standardmethode für invasive
Messungen an einzelnen Nervenzellen. Dazu werden Pufferlösungen angesetzt in
denen die nachfolgenden elektronischen Kopplungsmessungen stattfinden. Nach diesen
Vorarbeiten werden unter einem stark vergrößernden Auflichtmikroskop
elektrophysiologische Versuche mit lebenden Zellen auf Chips durchgeführt.
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V9:
Resonante Quanten-Tunnelstruktur
Betreuer: M. Lepsa
The experiments are carried out in the Molecular Beam Epitaxy (MBE)
laboratory for III-V compound semiconductors from IBN-1,
FZ-Jülich. Here, mainly are grown high quality GaAs/AlGaAs based
heterostructures aimed for quantum effect studies in layered semiconductors, as for example the resonant tunneling
process. The MBE
is the most appropriate method to obtain such heterostructure because
of the perfect control of the layer thickness down to one monolayer,
high quality of the grown material, good control of the layer doping,
atomically sharp interfaces between layers etc. Double barrier quantum
well structures (DBQW) represents the prototype systems by means a
fundamental phenomena from quantum mechanics, the resonant tunneling process, can be studied at room temperature using the electronic
transport in semiconductor heterostructures.
During the first part of the experiments, basics related to the use of
the MBE equipment will be explained and practiced. The system consists
in a Load-Lock-, a Buffer- and a Growth chamber. For in-situ
characterization and fixing of the growth rate conditions, a RHEED
system is mounted on the Growth chamber. The students learn how the
system is calibrated regarding the growth rate and doping and how a GaAs/AlGaAs DBQW structure is
grown. Regarding the doping calibration,
they prepare samples and do Hall measurements to determine the carrier
concentration in doped layers. Also, they learn how to check the
surface morphology of the grown samples using a contrast optical microscope.
The second part of the experiments is dedicated to the study of the
resonant tunneling structures. The students learn main aspects related
to the design of such structures. Also, they do electrical
characterization of processed DBQW (nano-) diodes, measuring the I-V
characteristics of the devices with a micro-probe station and a HP
Semiconductor Parameter Analyzer and correlating the results with
specific resonant tunneling structures.
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V10:
Einzelmolekülmessungen mit mechanischen Bruchkontakten
Betreuer: D. Meyer
Im
Rahmen dieses Praktikumsversuches werden Nanokontakte für die Kontaktierung
einzelner Moleküle mittels einer Bruchkontaktanordnung hergestellt, bei der ein
Metalldraht über eine 3-Punktbiegevorrichtung gedehnt wird, bis der Draht
reist. Die entstehenden Bruchstellen werden als Elektroden für die Kontaktierung
der Moleküle genutzt. Mit diesem Aufbau ist man in der Lage, die Lücke zwischen
den Elektroden mit sub-Ångström Genauigkeit auf die Größe der Moleküle
anzupassen. Die Studenten werden mit Hilfe der Bruchkontaktanordnung die
Änderung des Widerstandes des unmodifizierten Metalldrahtes während des
Bruchprozesses untersuchen. Anschließend werden organische Moleküle auf die
Bruchkontakte aufgebracht und deren Abstand so variiert, dass die Moleküle an
beide Elektroden binden. Durch leichte Modulation des Abstandes kann gezielt
zwischen Konfigurationen unterschieden werden, bei denen ein, zwei oder mehr
Moleküle die Elektroden verbrücken. Die Heteroschaltungen werden im Rahmen des
Praktikums elektrisch charakterisiert und Rückschlüsse auf die elektronischen
Eigenschaften der Moleküle gezogen.
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V11:
Molekularstrahlepitaxie und Charakterisierung von Ge-Quantenpunkten
Betreuer:
G. Mussler
Das Ziel dieses Praktikumsversuches ist es einen Einblick
in das selbstorganisierte Wachstum von Halbleiternanostrukturen zu bekommen. Im
Versuch das Wachstum von Germanium-Quantenpunkten auf einem Silizium-Substrat
mit Hilfe einer Molekularstrahlepitaxie-Apparatur mit den Studenten durchgeführt.
Anschließend werden die hergestellten Quantenpunktproben charakterisiert. Die
Methode der Röntgenbeugung wird benutzt, um die Oberflächenrauhigkeit der
Quantenpunkte zu bestimmen. Mit der Methode der Rasterkraftmikroskopie werden
die Größe, Dichte und Form der Quantenpunkte untersucht.
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V12:
Kohlenstoff-Nanoröhren
Betreuer: C. Meyer, P. Kögerler
Kohlenstoff Nanoröhren (carbon nanotubes) bestehen ausschließlich
aus Kohlenstoffatomen, die in einem hexagonalen Gitter angeordnet
sind, das eine geschlossenen Röhre formt (wie eine aufgerollte
Graphit-Schicht). Sie verfügen über herausragende elektronische
Eigenschaften. So ist der Transport nicht diffusiv, sondern
ballistisch, d.h. es gibt (fast) keine Rückstreuung. Das führt
dazu, dass carbon nanotubes hohe Stromdichten tragen können
(>109 A/cm2), ohne sich dabei aufzuheizen. Ausserdem sind sie
perfekte eindimensionale Leiter. In diesem Versuch werden carbon
nanotubes selbst hergestellt und die Proben anschließend mit
fouriertransformierter (FT-) Raman-spektroskopie untersucht. Die
Analyse der FT-Ramanspektren gibt sowohl Aufschluss über die
Reinheit der Proben, als auch über deren elektronische Struktur.
Carbon nanotubes consist of carbon atoms ordered in a hexagonal
lattice, which forms a seamless tube (like a rolled graphite sheet).
Their electronic properties are exceptional. Electronic transport is
not diffusive but ballistic, i.e. backscattering is (almost) absent.
Therefore, carbon nanotubes can carry high current densities
(>109 A/cm2), without heating up. Additionally, they are perfect
one-dimensional conductors. During this lab-course, carbon nanotubes
will be fabricated. The samples will be studied using Fourier
transform (FT-) Raman spectroscopy. Analyzing the FT-Raman spectra
one can gain information about the quality of the samples as well as
the electronic structure.
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