Das Forschungsprojekt MEM-BRAIN

      Broschüre Helmholtz Allianz MEM-BRAIN        Helmholtz.Podcast #47 MEM-BRAIN        Summary publishable MEM-BRAIN

    Die Helmholtz Allianz für das Projekt MEM-BRAIN hat die Entwicklung von selektiven Gastrennmembranen zur Abtrennung von CO2, O2 und H2 zum Ziel. Hintergrund des Projektes ist die Zunahme des Klimagases Kohlendioxid CO2 in der Atmosphäre aus der Verbrennung der fossilen Brennstoffe Kohle und Gas in Kraftwerken. Mit Hilfe von Gastrennmembranen soll das Klimagas CO2 in hoher Reinheit separiert werden, um es letztlich in kondensierter Form lagern zu können.

    Prognosen gehen davon aus, dass im Jahr 2030 fast zwei Drittel des Strombedarfs durch die Verbrennung von Kohle und Gas in Kraftwerken gedeckt werden und gut 40 % der globalen CO2-Emissionen verursachen werden. Vor dem Hintergrund der Notwendigkeit einer Klimagasreduktion nimmt die Entwicklung von Technologien zur umweltschonenden Stromerzeugung aus Kohle und Gas daher eine herausragende Stellung ein.

    Die im Forschungsprojekt MEM-BRAIN zu leistenden Arbeiten reichen hierbei von der Membranentwicklung und -herstellung, der Charakterisierung, der technischen Verfahrensanalyse bis hin zur energiewirtschaftlichen und umweltseitigen Bewertung geeigneter Kraftwerksprozesse.
    Das Projekt ist in      vier Themenschwerpunkte  gegliedert:

    1. Keramische Membranen für mittlere und hohe Temperaturen

    2. Polymer und Hybrid-Membranen für Temperaturen bis 200 °C

    3. Prozessengineering und Systemintegration

    4. Energiesystemanalyse

        Neben der sichtbaren Dampfwolke produzieren Kohlekraftwerke auch unsichtbares Kohlendioxid. Membranen sollen das Kohlendioxid abtrennen.

      An der Helmholtz Allianz MEM-BRAIN sind wissenschaftliche Zentren, Universitäten und Forschungseinrichtungen mit insgesamt 18 Forschungsinstituten beteiligt. Zusätzlich beteiligen sich 5 Industriepartner an dem Projekt. Bei dem Projekt soll auch der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert werden. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren. 50 % der Fördersumme kommt aus dem   Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz Gemeinschaft, die andere Hälfte bringen die
        beteiligten Forschungszentren aus eigenen Mitteln auf.

         Ansprechpartner:
      Dr. W. A. Meulenberg,
        Institut für Energie- und Klimaforschung (IEK)
        Forschungszentrum Jülich GmbH
        w.a.meulenberg@fz-juelich.de
      Telefon: (++49) 2461 61 - 6323

      letzte Änderung 01.02.2012 | | Ausdrucken