Theorie der starken Wechselwirkung
Die Theorie der starken Wechselwirkung ist die Quantenchromodynamik (QCD), eine nicht-abelsche Eichtheorie mit lokaler SU(3)-Farbsymmetrie. Die elementaren Bausteine der QCD sind die Quarks, von denen es 6 verschiedene Sorten gibt. Die Wechselwirkung wird durch Eichbosonen der Theorie, die Gluonen, vermittelt. Diese Wechselwirkung ist bei großen Abständen enorm stark und führt zum Einschluß ("Confinement") der Quarks in Nukleonen und Hadronen. Die Besonderheit und wissenschaftliche Herausforderung der QCD liegt in der Selbstwechselwirkung der Gluonen und der daraus resultierenden nicht-linearen Dynamik. Deren Erforschung ist eine der fundamentalen Fragestellungen der modernen Physik. Wir beschäftigen uns mit nicht-perturbativen Aspekten der QCD:- Struktur und Dynamik der Hadronen vermöge effektiver Feldtheorien und Gittersimulationen. Im Zentrum stehen die Berechnung von Resonanzen in der Gitter-QCD (in Zusammenarbeit mit dem TR 16 in Bonn : [externer link]) und die Theorie der hadronischen Moleküle, insbesondere im Charm-Sektor.
- Struktur und Dynamik von Atomkernen. Hierzu entwickeln wir, basierend auf chiraler effektiver Feldtheorie, die Kräfte zwischen Nukleonen und wenden diese in Wenig- und Viel-Teilchen-Systemen [externer link] an. Insbesondere haben wir die Methode der nuklearen Gittersimulationen für ab initio Rechnungen von Atomkernen entwickelt.
- Weiterhin werden mehr phänomenologische Studien zur Hadrondynamik in Reaktionen mit hadronischen und elektromagnetischen Proben sowie zur Wechselwirkung von Charm-Mesonen mit Materie durchgeführt.
Leiter: Univ.-Prof. Dr. rer.nat. Ulf-G. Meißner
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letzte Änderung 17.09.2004 |
