Aufbau und Eigenschaften von Hypercube-Rechnern und Untersuchung von Datentransferalgorithmen

Rödder, Stefan (1991)

Forschungszentrum Jülich, Bericht Jül-2428, Januar 1991, 166 Seiten

Hypercube-Rechner fallen in die Klasse der aus Mikroprozessoren aufgebauten Multicomputer mit verteiltem Speicher, deren Entwicklung durch fortschreitende Erfolge auf dem Gebiet des VLSI-Designs vielversprechend erscheint. Allgemein zeichnen sich Rechner dieser Klasse durch einfachen und kostengünstigen Aufbau und gute Erweiterbarkeit aus. Jegliche Kommunikation zwischen den Prozessoren wird durch Message-Passing abgewickelt, wodurch Lokalität in Berechnungen effektiv genutzt und die bei Systemen mit gemeinsamem Speicher auftretenden Speicherkonflikte vermieden werden.
Hypercube-Rechner bestehen aus Prozessoren, die nach Art der Hypercube-Struktur untereinander direkt verbunden sind. Diese Struktur zeichnet sich durch eine Vielzahl gut untersuchter Eigenschaften aus, erlaubt die Abbildung vieler Problemstrukturen und die effektive Durchführung vieler häufig benötigter Kommunikationsarten.

Die Arbeit geht auf Eigenschaften der Hypercube-Struktur ein und stellt die existierenden Hypercube-Rechner verschiedener Firmen und Forschungsgruppen vor. Den Schwerpunkt der Arbeit bildet eine Untersuchung verschiedener Arten von Interprozessorkommunikation, deren effektive Durchführung einen entscheidenden Einfluß auf den erzielbaren Speedup hat. Untersucht werden z.B. Unicast-, Multicast-, Broadcast- und Scatter-Algorithmen.


letzte Änderung 07.01.2004 | | Ausdrucken