
Zentralinstitut für
Angewandte Mathematik
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Technische Kurzinformation
FZJ-ZAM-TKI-0376
J.Meißburger
11.03.2002
2. Hinweise zur Installation und Konfiguration
Seit einiger Zeit
sind Rechner im JuNet gegen Hacker-Angriffe aus dem Internet durch ein
leistungsfähiges Firewall geschützt. Da jedoch die weltweite IP-Kommunikation
einen wesentlichen Bestandteil von
JuNet darstellt, müssen zwangsläufig einige wenige, ausgesuchte Netzdienste
auch weiterhin das Firewall passieren. Damit besteht ein Restrisiko, dass ein
System im JuNet über einen dieser Dienste attackiert und durch Ausnutzung von
Fehlern in der Software oder in der Konfiguration durch Hacker „übernommen“
wird. Eine noch größere Gefahr stellen Rechner – meist Laptops –
dar, die häufig in fremden Netzen arbeiten oder Daten von JuNet-fremden
Servern (Mail, Web) empfangen. Diese können durch Viren infiziert und durch
sogenannte „Trojaner“ jeglichen Schutzes vor fremdem Zugriff beraubt
werden. Sobald ein solches System dann wieder im JuNet betrieben wird, stellt es
ein hohes Risiko für alle übrigen Rechner im JuNet dar, da es als
JuNet-internes System wesentlich geringeren Sicherheitsrestriktionen unterliegt.
Um sich vor
diesen Gefahren und vielleicht auch vor allzu neugierigen Blicken von Kollegen
zu schützen, bietet das ZAM für Windows-PCs seit längerem die Software
„AtGuard“ an, ein persönliches Firewall für die Betriebssysteme
Windows 95b, 98, 98SE, NT4, 2000 und XP (siehe auch „PC-Security“
unter http://www.fz-juelich.de/zam/net/security
). AtGuard ist jedoch nicht für Windows ME geeignet, und es erfordert zwingend
eine Startkonfiguration „von Hand“, um einerseits die Kommunikation
und andererseits einen minimalen Schutz zu gewährleisten. Aus diesen Gründen
bietet das ZAM-Dispatch (Tel. 5642 ) ab sofort auch das
Nachfolgeprodukt von AtGuard in der aktuellen Version
als
Originaldistribution mit Handbuch und CD an, das gegenüber AtGuard einige
Vorteile aufweist:
Unterstützung aller derzeit verfügbaren Windows-Versionen ab Win95b
Unmittelbarer Systemschutz direkt nach der Installation (außer NT/2000-Server)
Sicherheitsassistent
zur Konfiguration und Konfigurationsüberprüfung
Regelbasierter
Schutz vor unberechtigten Zugriffen aus
dem Netz und Warnung bei Hacker-Attacken (Portscans)
Automatische
Konfiguration eigener Netzzugriffe aus bekannten Anwendungen (Browser, Mail, Office
etc.) heraus
Warnung
mit Bestätigung vor Ausführung aktiver Inhalte (Java, ActiveX)
Datenschutzfunktion
verhindert die versehentliche Weitergabe persönlicher Daten
Einrichtung
von Computern bzw. Teilnetzen in Gruppen mit uneingeschränktem oder
völlig unterbundenem Zugriff
Automatisches
Update der Software und kritischer Firewallregeln (LiveUpdate) innerhalb eines Jahres nach
Installation
Wer sich als „Profi“ seit längerem mit der Regelerstellung im JuNet vertraut gemacht hat und diese direkt und übersichtlich dargestellt sehen möchte, ist weiterhin mit AtGuard gut beraten. Wer den Schutz für ein Windows ME-System benötigt, wer sich unsicher bei der Erstellung geeigneter Firewallregeln fühlt oder einfach die Mühe der Regelverwaltung scheut, kann mit geringem Aufwand sein System durch Norton Personal Firewall 2002 schützen. Funktionell ist Norton Personal Firewall 2002 weitgehend mit der Vorgängerversion Norton Personal Firewall 2001 identisch.
Die Installation erfolgt wie unter Windows üblich selbsterklärend mit Hilfe eines Assistenten. Nach erfolgter Installation startet automatisch der Sicherheitsassistent, der bereits mit seinen Default-Einstellungen ausreichend Schutz im Internet bietet. Dennoch können zweckmäßigerweise zur weiteren Erhöhung der Sicherheit und bequemeres Arbeiten im eigenen, vertrauenswürdigen Umfeld Netz noch einige Einstellungen verändert werden. Diese lassen sich jederzeit auch nachträglich durch Doppelklick auf das NPFW-Symbol ändern:
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Persönliche Firewall - Persönliche Firewalleinstellungen -
Benutzerdefiniert Java-Applets und ActiveX-Objekte nur nach vorheriger Anfrage und Bestätigung ausführen.
Wer genau wissen möchte, was um ihn herum vorgeht, sollte auch die Warnmeldungen bei Zugriff auf ungenützt Anschlüsse aktivieren! |
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Persönliche Firewall - Internetgruppen
Hier können Sie Ihr eigenes, lokales Subnetz und alle Rechner - beispielsweise Ihre eigenen - eintragen, denen Sie absolut vertrauen und freien Zugang zu Ihrem System erlauben (diese Adressen werden von der NPFW-Firewall nicht überprüft!). Auf keinen Fall sollte man hier das gesamte JuNet 134.94.0.0 eintragen!! |
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Datenschutz - Vertrauliche Info - Hinzufügen
Hier können vertrauliche Daten bzw. Teile vertraulicher Daten als Substring eingetragen werden, die nicht ohne vorherige Warnung und explizite Bestätigung über das Internet verschickt werden sollten (Datenausgangsfilter). |
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Hauptmenü - Optionen - Erweiterte Optionen
Hier können für ausgewählte Internet-Rechner und IP-Domänen veränderte Einstellungen für den Datenschutz und die aktiven Inhalte eingetragen werden. Beispiel: Für fz-juelich.de das Ausführen von Skripten (JavaScript, VisualBasicScript etc.) und Java-Applets grundsätzlich zulassen. |
| Die angezeigten Standards für ActiveX und Java werden wie oben gezeigt unter "Sicherheitseinstellungen anpassen" eingestellt. Für alle nicht explizit aufgeführten Domänen gelten die Einstellungen unter der Root-Domäne "(Standard)". Die vom Hersteller eingetragenen Domänen microsoft.com und nortonweb.com können entfernt werden, wenn man Softwareupdates nicht automatisch ausführen läßt, sondern jeweils bei Bedarf "von Hand" initiiert. | |
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Beispiel: Für fz.juelich.de den Datenschutz für die Standarddaten des Browsers (Browsertyp, Referer und Email-Adresse) abschalten. |
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Sollte das Firewall beim Systemstart nicht automatisch aktiviert
worden sein, im Hauptmenü auf "Optionen" klicken und
"Ausführen bei Systemstart" aktivieren. Der Alert-Tracker zeigt am unteren rechten Bildschirmrand Internet-Zugriffe an, hat aber keinen Einfluß auf die Funktion des Firewall. Er kann deshalb jederzeit abgeschaltet werden. |
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Zum Abschluß der Installation sollte mit
"Internet-Zugriffssteuerung - Konfigurieren" noch eine Anwendungsprüfung durchgeführt werden, bei der NPFW alle bekannten Anwendungen automatisch für den Internetzugriff vorkonfiguriert |
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Nachträglich kann die Zugriffserlaubnis für einzelne Anwendungen jederzeit noch manuell verändert werden |
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Zum Schluß sollte auf jeden
Fall noch einmal der aktuelle Aktivierungszustand des Firewalls im
Hauptmenü überprüft werden. Dieser wird
auch durch ein veränderliches Symbol in der Taskleiste angezeigt: |