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Technische Kurzinformation

FZJ-ZAM-TKI-0396
J.Meißburger
1.11.2004

Installation eines WLAN-DSL-Routers

für ein Heimnetzwerk (Beispiel Siemens SE515 DSL)


Inhaltsverzeichnis:

1. Hardware-Installation

2. Ethernet-Verbindung zur Konfiguration des DSL-Routers einrichten

3. Konfiguration des Routers mit dem Webbrowser

1. Hardware-Installation

Die Nutzung von T-DSL setzt (derzeit noch) einen vorhandenen Telefon- oder ISDN-Anschluss voraus. Dieser steht im Haus in Form einer Telefon-Anschlussdose TAE mit einem (F für Fernsprecher) oder drei Anschlüssen (meist N, F, F) zur Verfügung. "F" steht für Fernsprecher/Telefon, "N" steht für Nebenanschlussgerät wie etwa Modem oder Anrufbeantworter. Als Minimalbeschaltung sind bei TAE stets die Kontakte 1 (b) und 2 (a) auf der Dose beschaltet. Dies entspricht von oben auf die Dose gesehen den beiden Kontakten links unten. Die Anschlüsse werden wie folgt ausgeführt, wobei RJ11 der "kleine" Westernstecker für Telefone, RJ45 der "große" Stecker für 10/100 Mbps Ethernet ist:

Die Gesamtkonfiguration sieht dann etwa wie folgt aus:

Aufgabe des Routers ist es, IP-Verkehr sowohl zwischen den lokalen Ethernet- als auch den WLAN-Anschlüssen (Wireless LAN=Funk-LAN), und mit Hilfe des integriertem DSL-Modems auch zwischen diesen und dem IP-Netz eines Internet-Providers wie etwa T-Online, Freenet oder GMX zu vermitteln. Dabei nimmt der Router auch Sicherheitsfunktionen wahr, die etwa den unerwünschten Zugriff auf lokale Rechner aus dem Internet durch ein Firewall oder die missbräuchliche Nutzung der WLAN-Verbindung durch Fremde durch Adressfilterung und  Datenverschlüsselung verhindern.

Sind alle Rechner in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe und ist bei den Netzwerkeigenschaften für das (W)LAN die Funktion "Client für Microsoft Netzwerke" installiert, so können alle Rechner der Arbeitsgruppe untereinander und über den DSL-Router mit dem Internet kommunizieren.

2. Ethernet-Verbindung zur Konfiguration des DSL-Routers einrichten

Der DSL-Router verfügt im allgemeinen über 1 bis 4 Ethernet-Anschlüsse für RJ45-Stecker (LAN1...4). Über eine dieser Ethernetverbindungen wird der Router zweckmäßigerweise zum ersten Mal konfiguriert. Hierzu enthält der Router einen Webserver, so dass die Konfiguration mit Hilfe eines Browsers wie etwa dem Internet Explorer durchgeführt werden kann:

  1. PC und Router (LAN1...LAN4) mit Ethernet-Kabel (2xRJ45) verbinden. PC einschalten, Router nicht eingeschaltet.
  2. PC geeignetes Profil mit Ethernet aktivieren. Konfiguration Ethernet:
  3. Netzteil zum Router einstecken und Router einschalten
    Nach kurzer Zeit sollte sich Windows mit dem Hinweis auf ein aktives Netzwerk melden (Symbol rechts unten im Systemtray).
  4. IP-Verbindung zum Router in der DOS-Box überprüfen:
  5. Sollte die Verbindung nicht zustande kommen, zunächst einmal Router und anschließend den PC neu starten. Konfiguration nochmals mit "ipconfig" überprüfen.

3. Konfiguration des Routers mit dem Webbrowser

Zuallererst die Sicherheitseinstellungen vornehmen. Hierzu werden Passwörter und Schlüssel benötigt. Für sie gilt

Achtung: Bei allen Eingaben von Passwörtern oder Schlüsseln vorher überprüfen, dass nicht versehentlich die Shift-Taste gedrückt ist (überprüfen kann man das ganz einfach etwa mit  "Start - ausführen - cmd" und in der DOS-Box irgendwas oder das gewünschte Passwort eintippen).
Vergebene Passwörter sollten "gute" Passwörter sein, d.h:

Vergebene Passwörter sollte man gut verschlossen aufbewahren oder am besten gut verschlüsselt (etwa mit "PrivateCrypto") mit einem sehr guten Passwort, das nur für diesen einen Zweck benutzt wird, abspeichern (USB-Stick!).

Damit kann man die Konfiguration des Routers starten:

  1. Beim Web-Konfigurationsdialog des Routers anmelden
  2. Login-Passwort für den Web-Zugang des Routers setzen.
  3. Einen Namen für das WLAN (SSID) vergeben.


 

  1. WEP Verschlüsselung einschalten.
  2. WPA-Authentisierung und 802.1x-Zugriffsschutz zunächst nicht einschalten.
  3. MAC-Zugangskontrolle aktivieren.
  4. DHCP-Server konfigurieren


 

  1. DSL-Zugang einrichten

  1. IP-Firewall aktivieren

 

Damit ist die Konfiguration abgeschlossen und die Verbindung zum Internet sollte funktionieren, sobald man etwa im Internet Explorer http://www.fz-juelich.de oder http://www.google.de eingibt.

Sollte es unerwartet Probleme geben, die Adresskonfiguration nochmals mit "ipconfig /all" (oder mit "winipcfg" auf älteren Systemen) überprüfen. Die lokale Adresskonfiguration kann auch ohne Reboot mit

neu gesetzt werden. Dies hilft aber nur, wenn sonst alles richtig konfiguriert ist ;-)
 

Download als PDF: wlan-dsl.pdf


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Information   1.11.2004
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