Hermes − Erforschung eines Evakuierungsassistenten für den Krisenfall bei Großveranstaltungen
Forschungsprogramm des BMBFDas Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Rahmen der deutschen Hightech-Strategie das Programm „Forschung für die zivile Sicherheit“ aufgelegt. Im Themenfeld „Schutz und Rettung von Menschen“ wird das von Jülich Supercomputing Centre (JSC) koordinierter Projekt Hermes gefördet.
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Projektbeschreibung und Ziele
Ziel des Verbundprojektes Hermes ist es, die Sicherheit der Personen bei Großveranstaltungen mit Hilfe eines Evakuierungsassistenten zu verbessern. Dieser Assistent unterstützt die Entscheidungsträger (Betreiber, Sicherheitsdienst, Polizei und Feuerwehr) durch frühzeitige Stauprognosen, die Lage richtig einzuschätzen und somit das Sicherheitspersonal und die Rettungskräfte optimal einzusetzen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, schon im Vorfeld der Veranstaltungen mögliche Gefahrensituationen zu analysieren. Durch das Aufstellen angepasster Notfallpläne oder die gezielte Schulung der Sicherheitskräfte kann diesen Situationen begegnet werden. Das System des Evakuierungsassistenten soll 2011 in der ESPRIT arena in Düsseldorf (max. 66 000 Zuschauer) getestet werden.
Innovationen und AnwendungenDie Kopplung des Simulationskerns an das Gefahrenmanagementsystem sowie die Personenzählung mittels automatisierter Bildverarbeitung ermöglicht es erstmals, Simulationsergebnisse zu erhalten, die auf der aktuellen Gefahrenlage beruhen. Durch den Einsatz eines Parallelcomputers wird − auf Basis der vorliegenden Informationen zur Personenverteilung und Verfügbarkeit der Rettungswege − eine Simulation schneller als Echtzeit zur Prognose der Bewegung aller anwesenden Personen während der nächsten 15 Minuten erstellt und in Intervallen von einer Minute aktualisiert, so dass die Simulationsergebnisse unmittelbar für die Führung der Menschenmenge (crowd management) zur Verfügung stehen. Die Einsatzkräfte vor Ort werden über ein Kommunikationsmodul mit den notwendigen und aktuellen Informationen versorgt. Zur Optimierung der zugrunde liegenden Modelle der Fußgängerdynamik werden umfangreiche Feldstudien und Laborexperimente durchgeführt, welche eine Validierung der − derzeit zum Teil widersprüchlichen − baurechtlichen Anforderungen erlauben. Zusätzlich wird das Forschungsvorhaben durch eine Untersuchung der Anwenderanforderungen und eine sozialwissenschaftliche Begleitforschung ergänzt.
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| Forschungszentrum Jülich
GmbH, Jülich Supercomputing Centre (JSC), Jülich |
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| Bergische Universität Wuppertal, Abteilung Bauingenieurwesen, Lehrstuhl für Baustofftechnologie und Brandschutz, Wuppertal |
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| Imtech Deutschland GmbH
& Co. KG, Hamburg |
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| Multifunktionsarena Immobiliengesellschaft
mbH & Co. KG (ESPRIT arena), Düsseldorf |
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| PTV Planung Transport
Verkehr AG, Karlsruhe |
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| TraffGO HT GmbH, Duisburg |
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| Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Geographisches Institut, Bonn |
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| Universität zu Köln, Institut für Theoretische Physik, Köln |
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| Vitracom AG, Karlsruhe |
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| Feuerwehr Düsseldorf |
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| Polizeipräsidium Düsseldorf |
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| Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW, Neuss |
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| Special Security Service SSSD GmbH, Bergheim |
Förderungsdauer: November 2008 − Oktober 2011
Mehr Informationen über die Arbeitsgruppe „Fußgängerdynamik“ am JSC
www2.fz-juelich.de/jsc/ped
Die Kontaktperson ist
Prof. Dr. Armin Seyfried, Research Centre Jülich
last change 25.02.2011 |
